1860 München im News-Ticker – 1860-Mitglieder stimmen für Trennung von Ismaik – Geisterspiel gegen Nürnberg

Geisterspiel gegen Nürnberg II

15.20 Uhr: Die Fan-Ausschreitungen im Relegationsspiel gegen Jahn Regensburg haben Folgen: Die Löwen sind vom DFB zu einem Geisterspiel verurteilt worden. Beim Spiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg am Dienstag, 1. August, sind insofern keine Zuschauer zugelassen. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig.

„Es ist schade, dass wir gegen den Club auf die wahnsinnig positive Unterstützung unserer Fans, die wir in unseren ersten beiden Spielen erfahren haben, verzichten müssen. Ich wünsche mir, dass wir in Zukunft nur noch vor vollen Rängen spielen. Solche Ereignisse wie im Relegationsrückspiel gegen Regensburg wollen wir nicht noch einmal erleben, denn sie sind nicht nur mit einem großen wirtschaftlichen, sondern auch mit einem riesigen Image-Schaden verbunden“, so Löwen-Geschäftsführer Fauser.

Hoeneß sieht Zukunft bei 1860 nur ohne Ismaik

15.18 Uhr: Sechzig hat nach Ansicht von Bayern-Präsident Hoeneß nur ohne den Dauerkonflikt mit Investor Hasan Ismaik eine Chance auf eine erfolgreiche Zukunft. „Solange dieses Hickhack um den Herrn Ismaik nicht beendet ist, wird Sechzig nicht weiterkommen“, sagte der Präsident des Stadtrivalen FC Bayern in Singapur.

Welche Folgen das Votum hat, war zunächst unklar. Auch für Hoeneß war die Situation aus der Ferne nicht einzuschätzen. Allerdings erinnerte der Aufsichtsratschef des Rekordmeisters an jüngste Berichte, wonach Gerhard Mey, ein Münchner Geschäftsmann aus der Fahrzeugindustrie, an ein Engagement bei den Sechzigern denke. „Als ich vor einigen Wochen gelesen haben, dass der Gesellschafter von Webasto offensichtlich Interesse hat, da einzusteigen, wenn der Ismaik da aufhören würde, da habe ich mir gedacht, hoppla, das wäre mal eine Sache, die man ernst nehmen sollte“, sagte Hoeneß.

Remis für 1860 II bei Heimspielpremiere

14.24 Uhr: Am Ende musste sich die Löwen-U21 beim Heimspielauftakt in der Bayernliga Süd mit einem Punkt zufrieden geben. Nach der Führung von Lino Tempelmann (26.), drehte Tobias Schild mit einem Doppelschlag (43. und 54.) die Partie. Mohamad Awata traf in der 79. Minute für die Sechzger zum 2:2-Endstand.

1860 München – SV Kirchanschöring 2:2 (1:1)

1860 II: Strobl – Berzel (46., Gracic), Aigner, Siebdraht, Heigl – Tempelmann (46., Memetoglou) – Dressel, Gambos (60. Zimmermann) – Bachschmid, Awata, Türk

Tore: 1:0 Tempelmann (26.), 1:1 Schild (43.), 1:2 Schild (54.), 2:2 Awata (79.).
Gelbe Karten: Tempelmann – Eimannsberger.
Zuschauer: 
200 auf dem Trainingsgelände, Grünwalder Straße 114
Schiedsrichter:
 Julian Kreye; Alexander Schkarlat, Manuel Lösch

Tageskarten weiter nur für Mitglieder

11.49 Uhr: Das nächste Heimspiel der Löwen gegen den TSV 1860 Rosenheim am kommenden Samstag (14 Uhr) bleibt wieder nur Mitgliedern und Dauerkartenbesitzern vorbehalten. Tickets im freien Verkauf wird es nicht geben.

„Wir hatten in der Allianz Arena 6.000 Dauerkarten, jetzt sind es 8.000 verkaufte Dauerkarten. Wir haben noch 2.000 bis 3.000 Karten, die wir in den freien Verkauf vergeben, aber nur für Mitglieder“, so Geschäftsführer Fauser bei der Mitgliederversammlung. Einzig Mitglieder können für die Heimspiele noch Tageskarten erwerben, aber keine Dauerkarten mehr.

Ismaik abgewählt: Mitglieder wollen Trennung von Investor

Das Wichtigste der Mitgliederversammlung: Die Mitglieder des TSV 1860 München wollen nicht mehr wie bisher mit Investor Hasan Ismaik zusammenarbeiten. Der Kooperationsvertrag mit dem Jordanier soll vom Präsidium innerhalb von sechs Monaten beendet werden.

Ein entsprechender Antrag wurde auf der Mitgliederversammlung der Löwen mit großer Mehrheit angenommen. Beim nächsten Kapitel zwischen Traditionsclub und Mehrheitseigner dürften jetzt Juristen gefordert sein.

Zuvor war am Sonntag Hasan Ismaiks Bruder Yahya Ismaik mit seiner Kandidatur für den Verwaltungsrat gescheitert. Robert Reisinger wurde bis 2019 zum Präsidenten des Fußball-Regionalligisten gewählt.

19.58 Uhr: Den Antrag hatte das Vereinsmitglied Ulla Hoppen eingebracht und auf eine fristlose Kündigung des Vertrags gedrängt. Laut Hoppen habe Ismaiks Firma HAM international Ltd. „die im Lizenzierungsverfahren zugesagte Zahlung für die Lizenzbedingungen der DFL nicht geleistet. Die stellt eine Hauptpflichtverletzung dar.“

Nach Rücksprache mit dem frisch im Amt bestätigten Präsidenten Robert Reisinger wurde die Frist auf sechs Monate festgesetzt. „Ich habe Kopfschmerzen dabei. Dieser Antrag, wenn er so gestellt wird, zwingt uns zu handeln, ohne dass wir darüber nachgedacht haben, ob dieses Handeln sinnvoll ist“, hatte Reisinger zu einer fristlosen Kündigung gesagt.

19.54 Uhr: Die Mitglieder von 1860 München wollen nicht mehr, dass der Verein von Investor Hasan Ismaik mitbestimmt und finanziert wird. Bei der Mitgliederversammlung fällt die Entscheidung auf einen entsprechenden Antrag fast einstimmig gegen den Jordanier aus.

Die Fans und Mitglieder fordern ihren in die Regionalliga abgestiegenen Verein also dazu auf, einen Weg für eine Zukunft ohne Ismaik zu finden. Nun soll der Verein, wie die „Süddeutsche“ berichtet, sechs Monate Zeit haben, die Trennung durchzuführen.

Hitzige Diskussionen

Sonntag, 23. Juli, 15.00 Uhr: Die Mitgliederversammlung läuft seit dem Vormittag, das Ganze wird sich wohl auch noch bis in die Abendstunden hinziehen. Als zehnter Tagesordnungspunkt wurden gerade die Präsidien der unmittelbaren Vergangenheit entlastet worden von insgesamt 1272 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern.

Unter TOP 14 geht es später auch um einen Antrag, Investor Hasan Ismaik aus dem Verein zu drängen. Schon jetzt geht es immer wieder hitzig zur Sache bei diversen Wortmeldungen.